Unterkunft
Lugano und seine Stadtviertel rühmen sich einer langen und starken Tradition der Gastfreundschaft seit der Zeiten, da sich die Reisenden noch zu Fuss, zu Ross oder in der Kutsche fortbewegten. Im 19. Jahrhundert, als die Bewegungen des Risorgimento in verschiedenen Völkern Europas viele ins Exil zwangen, fand diese Tradition der Gastfreundschaft ihren Ausdruck im Eifer zahlreicher lokaler Hoteliers, wie die Forni, Cereda, Brocca und Clericetti, sowie anderer Auswärtiger, wie die Béha des Albergo del Parco (Palace) und des Hotels De la Paix. Begünstigt von der Eröffnung der Eisenbahn im Jahr 1882, wussten sie mit Intelligenz und Langzeithorizont die günstigen Gelegenheiten für die Luganeser Wirtschaft und den Tourismus zu nutzen. In jener Zeit wurde die Hotellerie zu einem bedeutenden Auftraggeber und verhalf verschiedenen begabten lokalen Berufsleuten zu Arbeit. Einige davon wiesen sich gegen Ende des Jahrhunderts durch ihr architektonisches Werk besonders aus, indem sie bedeutende Hotelbauten errichteten, von denen sich noch heute einige im Originalzustand präsentieren.